GLOBAL DESERT RACE
Warum Erg Chegaga?
Ein Ort, zu dem ich zurückkehre.
Zwischen Dünen, Gebirge und Weite
Erg Chegaga liegt im Süden Marokkos, jenseits von M’Hamid, zwischen den großen Dünenfeldern der Sahara, dem Jebel Bani und der weiten Ebene des Lac Iriki.
Die Region gehört zu den Landschaftsräumen Marokkos, die mich besonders faszinieren. Große Sanddünen gehen in steinige Ebenen und Gebirgszüge über. Wasser ist knapp, Entfernungen sind groß und die Bedingungen bestimmen den Alltag.
Gleichzeitig erlebe ich Erg Chegaga bis heute als einen vergleichsweise ruhigen Ort. Tourismus ist vorhanden, prägt die Landschaft nach meiner Erfahrung aber deutlich weniger als in stärker erschlossenen Wüstenregionen Marokkos.
Schönheit, Weite, Härte und Verletzlichkeit liegen hier unmittelbar nebeneinander.
Ein Ort, zu dem ich zurückkehre
2024 kam ich zum ersten Mal in Mohammed Ahansals Camp am Erg Chegaga. Eigentlich, um mich auf die erste Etappe des Global Desert Race vorzubereiten, die damals noch in Tunesien geplant war.
Ich kannte Mohammed durch seine außergewöhnlichen Erfolge beim Marathon des Sables, aber noch nicht persönlich. In den Tagen im Camp liefen wir gemeinsam durch die Dünen. Er zeigte mir die Region, erklärte mir vieles über das Leben hier und nahm mich mit zu seiner Familie und zu Menschen, die bis heute nomadisch leben.
Aus einem Trainingsaufenthalt wurde etwas anderes. Ich begann nicht nur die Landschaft besser zu verstehen, sondern auch die Menschen und Lebensrealitäten, die mit ihr verbunden sind.
Als die erste Etappe des Global Desert Race wenige Monate später kurzfristig neu geplant werden musste, führte mein Weg deshalb zurück nach Marokko – und zurück zu Mohammed und Erg Chegaga.
Seitdem bin ich immer wieder hierher zurückgekehrt. Zum Laufen und Trainieren, zur Vorbereitung auf neue Expeditionen – aber längst nicht mehr nur deshalb.
Mohammad Ahansal und das Camp
Mohammad Ahansal gehört seit meinem ersten Aufenthalt 2024 zu den Menschen, die das Global Desert Race in Erg Chegaga mitprägen.
Durch unsere Zusammenarbeit habe ich die Region aus Perspektiven kennengelernt, die mir allein verschlossen geblieben wären. Mohammad hat sein Wissen über die Landschaft und das Leben in der Wüste mit mir geteilt, mich mit seiner Familie und anderen Menschen vor Ort zusammengebracht und mir damit Zugänge ermöglicht, die weit über meine eigenen Erfahrungen beim Laufen hinausgehen.
Über die wiederholten Aufenthalte ist daraus eine vertrauensvolle Zusammenarbeit entstanden. Für mich ist Mohammed dabei auch ein Brückenbauer zwischen unterschiedlichen Lebenswelten. Jemand, der Verbindung ermöglicht, ohne Unterschiede unsichtbar zu machen.
Auch das Camp am Rand des Erg Chegaga ist längst mehr als ein logistischer Ausgangspunkt. Von hier breche ich auf und hierher kehre ich zurück. Es ist ein Ort des Alltags, der Gespräche und Begegnungen und inzwischen ein fester Bestandteil des Global Desert Race.
Vieles von dem, was ich heute über diese Region verstehe, ist auch durch die Menschen entstanden, die hier leben und bereit waren, ihr Wissen und ihre Erfahrungen mit mir zu teilen.
Aus der Region heraus
Mohammad organisiert mit seinem Team eigene Laufveranstaltungen, die eng mit den Landschaften und Menschen der Region verbunden sind. Den Trans Sahara Marathon bin ich 2025 selbst gelaufen – unmittelbar vor dem Start der ersten Etappe des Global Desert Race.
Camp Erg Chegaga →
Trans Sahara Marathon →
Trans Atlas Marathon →
Warum die Wüste?
Wüsten gehören zu den extremsten Lebensräumen unserer Erde. Wasser ist hier der entscheidende Faktor und bestimmt, wie Menschen leben, arbeiten und sich an ihre Umwelt anpassen.
Gerade deshalb lassen sich in Trockengebieten Entwicklungen beobachten, die auch andere Regionen der Welt zunehmend prägen. Das Global Desert Race nutzt diese Landschaften als Erfahrungs- und Beobachtungsräume, um Zusammenhänge sichtbar zu machen und den Dialog über Wasser, Klima und Verantwortung zu fördern.
Klimawandel.
Hier zeigt er sich zuerst.
Je stärker ein Lebensraum bereits an seine natürlichen Grenzen angepasst ist, desto sichtbarer werden selbst kleine Veränderungen.
Deshalb werden die Folgen des menschengemachten Klimawandels in ariden Lebensräumen häufig früher und deutlicher sichtbar als in vielen anderen Regionen.
Warum Veränderungen hier früher sichtbar werden.
Der menschengemachte Klimawandel verändert unseren Planeten. Doch nicht überall werden seine Folgen gleich schnell sichtbar.
Aride Lebensräume gehören bereits heute zu den trockensten und heißesten Regionen der Erde. Menschen, Tiere und Pflanzen haben sich über Jahrhunderte an diese Bedingungen angepasst. Das ökologische Gleichgewicht ist auf einen Lebensraum ausgerichtet, in dem Wasser knapp und Ressourcen begrenzt sind.
Steigende Temperaturen, längere Hitzeperioden, veränderte Niederschläge und zunehmende Dürre verändern dieses empfindliche Gleichgewicht. Schon kleine Veränderungen können weitreichende Folgen für Landschaften, Ökosysteme und die Lebensgrundlagen der Menschen haben.
Deshalb sind Wüsten weit mehr als extreme Landschaften. Sie sind natürliche Beobachtungsräume, in denen die Auswirkungen des menschengemachten Klimawandels häufig früher und deutlicher sichtbar werden als in vielen anderen Regionen unserer Erde.
Die zentralen Themen
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1. Wasser
Wasser bestimmt alles.
Von der Wasserversorgung bis zur Landwirtschaft – in Trockengebieten entscheidet Wasser über Alltag, Entwicklung und Zukunft. -
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2. Anpassung
Leben unter extremen Bedingungen.
Wie passen sich Menschen, Tiere und Pflanzen an Trockenheit, Hitze und knappe Ressourcen an? -
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3. Verantwortung
Verstehen schafft Verantwortung.
Die Expeditionen machen sichtbar, welche Auswirkungen unser Umgang mit Ressourcen auf Landschaften & Lebensräume hat. -
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4. Dokumentation
Erfahrungen werden Wissen.
Beobachtungen, Gespräche und persönliche Erfahrungen werden dokumentiert und in Vorträgen, Filmen und weiteren Formaten weitergegeben.
Der Weg hat begonnen
Das Global Desert Race ist kein Projekt für die Zukunft. Mit der ersten Expedition durch die marokkanische Sahara hat der langfristige Weg bereits begonnen.
Seitdem wächst das Projekt Schritt für Schritt. Jede Expedition erweitert das Verständnis für trockene Lebensräume und schafft die Grundlage für neue Erfahrungen, Begegnungen und Erkenntnisse.
Der World Record 2026 ist der nächste Meilenstein auf diesem Weg. Er ist nicht das Ziel des Projekts, sondern ein Mittel, um seine Themen einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Der nächste Meilenstein
Ende Oktober/November 2026 folgt mit dem Weltrekord in der marokkanischen Sahara der nächste große Meilenstein des Global Desert Race.
Geplant sind 33 Ultramarathons an 33 aufeinanderfolgenden Tagen im Wüstenterrain.
Der World Record ist dabei kein Selbstzweck. Er macht die Themen des Projekts sichtbarer und schafft Aufmerksamkeit für Wasser, Klimawandel, Verantwortung und das Leben in Trockengebieten.
Ein Projekt, das weitergeht
Das Global Desert Race ist auf viele Jahre angelegt.
Jede Expedition erweitert das Verständnis für aride Lebensräume und schafft neue Perspektiven auf Wasser, Klima und Verantwortung.
Langfristig entsteht so ein wachsendes Archiv aus Erfahrungen, Begegnungen, Bildern und Geschichten.
Als Grundlage für Vorträge, Dokumentarfilme, Bildungsarbeit und den Mitgliederbereich INSIDE GDR.
Denn jede Expedition ist mehr als ein Ziel. Sie wird Teil einer größeren Geschichte.
Das Global Desert Race lebt von Menschen, die diese Reise begleiten und ermöglichen.
Teil des Projekts werden
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Weltrekord 2026
Den nächsten Meilenstein kennenlernen →
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Vorträge
Themen der Expeditionen live erleben →
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Partner werden
Das Projekt langfristig begleiten →
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INSIDE GDR
Das wachsende Archiv entdecken →
Pilotdokumentation
Der Trailer zur ersten Expedition des Global Desert Race durch die Sahara in Marokko.
Vieles lässt sich beschreiben.
Manches lässt sich nur erleben.
Filmpremiere
vsl. am 15. September 2026 in Heidelberg.